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„Die Geburtshäuser sind Frühlingsboten einer neuen Medizin.“
Ellis Huber, Präsident der Berliner Ärztekammer

Wir glauben, dass jede Frau den Ort und die Umgebung für die Geburt ihres Kindes frei wählen sollte. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) unterstützt ausdrücklich Frauen, die ihr Kind in einem Geburtshaus statt in einer Klinik zur Welt bringen möchten. Mittlerweile ist es wissenschaftlich bewiesen, dass autonome Geburtseinrichtungen
das gleiche Maß an Sicherheit wie Krankenhäuser bieten.“
Prof. Marsden Wagner, Weltgesundheitsorganisation (WHO)

Wir haben zum Ziel, Ihnen zu einem schönen und selbstbestimmten Geburtserlebnis zu verhelfen. Gesunden Vorgängen lassen wir ihren natürlichen Lauf.

Damit Sie sich bei uns wohlfühlen, haben wir unsere Räume für Sie ausgestattet mit:

der so genannten Entbindungslandschaft, einem großen Entbindungsbett, das sich in vielfältiger Weise nutzen lässt; es verfügt über einen integrierten Gebärhocker und lässt sich per Fernbedienung zu Ihrer Bequemlichkeit verstellen. Am darüber befindlichen Seil können Sie sich festhalten und so Ihren Rücken entlasten

der Entbindungswanne - ob Sie sie für ein Entspannungsbad mit duftenden Ölen nutzen möchten oder darin entbinden möchten, entscheiden Sie unter der Geburt. Auch über unserer Wanne ist ein Seil, an welchem Sie sich festhalten können

einem ganz normalen Bett mit elektrisch verstellbarem Lattenrost

einem großen, runden Bett

Pezzibällen, Bodenmatten, Duftlampen, CD-Spielern

Sie können mit uns jederzeit verschiedene Gebärpositionen ausprobieren und auch wechseln.
Sie sollen sich in allen Phasen der Geburt bei uns gut aufgehoben fühlen.

Die Hebamme, für die Sie sich entschieden haben, begleitet Sie in der Regel ohne Schichtwechsel durch die Geburt; eine zweite Hebamme befindet sich rufbereit in unseren Räumen. Weiterhin kann ein Gynäkologe zur Geburt hinzugezogen werden.

Mutter, Vater und Kind können einander ungestört kennen lernen (Bonding)


Zur Schmerzlinderung stehen uns bei Bedarf verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung:

· Entspannungs- und Atemtechniken
· Homöopathie
· Bachblüten
· Akupunktur, Akupressur, Akupunktmassage
· Aromatherapie
· Entkrampfende und entspannende Medikamente
· Schmerzmittel aus der so genannten Schulmedizin


Im Hintergrund stehen alle nötigen Überwachungs- und Behandlungsgeräte bereit, um bei Bedarf für die Sicherheit von Mutter und Kind zu sorgen.

Das Wohlbefinden Ihres Kindes überwachen wir mit einem unserer CTG-Geräte; unsere moderne kabellose Telemetrieanlage erlaubt auch eine Überwachung, während Sie in der Wanne liegen

Sollte es erforderlich sein, kann die Geburt auch mit Hilfe der Saugglocke oder der Zange unterstützt werden

Sollte bei der Geburt ein Dammschnitt erforderlich sein, wird dieser selbstverständlich von uns versorgt

Unsere Sauerstoff- und Absaugungsanlage macht in einem Notfall ein sofortiges Eingreifen möglich

Sollten sich unter der Geburt ernsthafte Komplikationen abzeichnen, verlegen wir Sie ohne Verzug in das Kreiskrankenhaus Lauf, ca. fünf Fahrtminuten entfernt, wo Sie kompetent weiter betreut werden


Von Anfang bis Ende

Vielleicht fragen Sie sich, wann Sie sich bei uns melden sollen.

Bitte melden Sie sich spätestens:

Wenn die Wehen länger als eine Stunde regelmäßig und kräftig alle vier bis fünf Minuten
··· andauern

Bei Abgang von Fruchtwasser

Bei Blutungen



Da sich nicht jede Geburt „nach Lehrbuch“ ankündigt, rufen Sie uns an, wenn Sie das Bedürfnis danach haben.

Wir werden uns nach telefonischer Vereinbarung im Geburtshaus treffen.

Dort sehen wir erst einmal, wie es Ihnen und Ihrem Baby geht und beurteilen den Geburtsfortschritt. Mit Ihnen zusammen finden wir heraus, welche geburtserleichternden Maßnahmen Ihnen im Moment helfen können und was für Sie und Ihr Kind angenehm ist. Der Partner wird so weit in das Geburtsgeschehen mit einbezogen, wie beide das möchten - genau so wie beide über die Intensität der Betreuung durch die Hebamme entscheiden.


Nach der Geburt legen wir das Baby erst einmal auf die nackte Brust seiner Mutter und lassen Zeit zum Kennen lernen. Selbstverständlich beobachten wir dabei das Wohlergehen von Mutter und Kind. Ist die Nabelschnur auspulsiert, klemmen wir sie ab und Vater oder Mutter können sie durchschneiden. Ist die Mutter Rhesus-negativ, muss die Nabelschnur allerdings unverzüglich nach Geburt abgeklemmt werden.

Wir kontrollieren das Zusammenziehen der Gebärmutter und sehen nach, ob bei der Geburt Verletzungen entstanden sind.

Auch führen wir die erste Kinderuntersuchung (U1) durch - natürlich sind Sie als Eltern dabei.

Wann das Baby das erste Mal gestillt wird, hängt davon ab, wie es Mutter und Kind geht - normalerweise gleich nach der Geburt.


Zwischen zwei und vier Stunden nach der Geburt bleiben Sie noch in unserer Obhut. Wenn wir sicher sind, dass es Mutter und Kind gut geht, entlassen wir Sie nach Hause.
Sollten Sie und Ihr Baby noch nicht so fit sein, überwachen wir Sie, so lange es notwendig ist.

Wenn Sie morgens nach Hause gehen, kommen wir am selben Tag noch einmal zu Ihnen, haben Sie abends entbunden, kommen wir am darauf folgenden Tag. Selbstverständlich sind wir auch im Wochenbett jederzeit für Sie telefonisch zu erreichen.